Mosel Balloon-Fiesta in Trier-Föhren
Abgeblasen!
Lange Gesichter gab es am Freitag Abend und am Samstag morgen. Der Massenstart und der Buderus Fly-In mussten wegen starker Windböen abgesagt werden.
Von Freitag bis Sonntag fand auf dem Flugplatz in Trier-Föhren die 6. Mosel Balloon-Fiesta statt. Viele Flugbegeisterte, Schaulustige und vor allem Familien mit Kindern hatten sich am Freitag Abend an der Landebahn des kleinen Flugplatzes eingefunden um einen Massenstart von bis zu 70 Heißluft-Ballons mitzuverfolgen. Leider machte das Wetter den Veranstaltern, Piloten und Zuschauern einen Strich durch ihre Pläne. Der Start war für 17:30 festgesetzt und wurde wegen heftiger Böen immer wieder um 20 Minuten verlegt. Um die Wartezeit zu verkürzen boten die ansässigen Modell-Flieger eine Show der Extraklasse. Mit ihren Jet-Modellen, Modell-Flugzeuge mit richtigen Turbinen, lieferten sie eine begeisternde Vorführung Ihrer Flug-Kenntnisse. Rollen, Loopings und Sturzflüge begeisterten Groß und Klein. Diese Jet-Modelle erfordern eine große Flugerfahrung der Piloten. Sie sind ihren größeren Brüdern maßstabgetreu nachempfunden, wiegen rund 7 Kilogramm und beherbergen die neueste Technik. Gegen 19:30 setzten sich dann endlich die Ballon-Teams mit ihren Wagen und Anhängern in Bewegung und verteilten sich auf dem Flugfeld. Die Ballon-Teams waren größtenteils aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz und den Niederlanden angereist. Unter ihnen waren auch das Team von Philippe Kloos aus Bettemburg und Michel Meyer aus Heffingen eingeschrieben.
Winde von bis zu 10 Knoten.
Ein langes Piloten-Briefing brachte dann Gewissheit. Der Massenstart der über 70 Heißluft-Ballone musste wegen heftiger Böen abgesagt werden. Bei Windstössen von über 10 Knoten hätte man schon Problem die Ballonhüllen mit warmer Luft zu füllen, da einerseits, der Wind die heiße Luft abkühlt und andererseits, den Ballon am Boden wieder zusammen quetschen würde. Auch wenn die Ballone gestartet wären, hätte man sich als Pilot und Passagier bei solchen Wetterverhältnissen auf eine harte und hektische Landung vorbereiten müssen. Der Veranstalter wollte kein Risiko eingehen, und sagte den Start ab und vertröstete die enttäuschten Zuschauer auf den Buderus Fly-In, einer spektakulären Zielfahrt, am frühen Samstag morgen. Hier plante man den Start außerhalb und die Landung am kleinen Regional-Flugplatz, während der Landung mussten dann Sandsäcke so nah wie möglich am Zielkreuz abgeworfen werden. Auch dieses Event wurde wegen schlechter Wetterbedingungen regelrecht abgeblasen, und die Zuschauer wurden wieder auf einen Massenstart am Samstag Nachmittag vertröstet. Während dem ganzen Wochenende stand Trier-Föhren im Zeichen der Luftfahrt und ganz speziell im Zeichen der Ballon-Fahrerei. Der Veranstalter bot ein attraktives Rahmen-Programm, welches auf Familien mit Kindern zugeschnitten war. So konnte man eine Ballonhülle begehen, sich über die Modellfliegerei, Fallschirmsprung und Pilotenausbildung informieren. Der Freitag- und Samstagabend wurde musikalisch ausklingen gelassen mit den Bands „All About Joël“ und „Soul & More“.
Alles begann 2004
Die Geschichte der Ballon Fiesta an der Mosel im Großraum Trier hat nicht erst vor einigen Jahren begonnen. Die Anfänge dieser Ballon Fiesta gehen ins Jahr 2004 zurück als man in Trier die Landesgartenschau veranstaltete, hier bot sich eine sehr interessante Plattform, den teilnehmenden 22 internationalen Ballonteams die schöne Gegend zu zeigen. Die bunten Ballone mit ihrer sympathischen Ausstrahlung passten hervorragend in die Gartenschau. So war die 1.Trierer Petrisberg Ballon Fiesta ins Leben gerufen. Sie war ein Zuschauermagnet und als Sportveranstaltung lockte sie die meisten Besucher.
Des Weiteren liegt eine solche Veranstaltung in der Region auf der Hand, denn sie ist Heimat der Firma “Schroeder Fire Balloons” welche ganz in der Nähe, in Schweich ansässig ist. Schroeder Fire Ballons ist einer der größten Heißluft-Ballon-Hersteller weltweit. Hier wird nicht nur die spezielle Hülle der Flugkörper hergestellt, sondern hier erhält der Ballon-Fahrer vom Korb, über Brenner bis hin zum Transport-Anhänger, alles au seiner Hand direkt vom Hersteller.
Auf jeden Fall hat diese 6. Mosel Ballon Fiesta wieder einmal gezeigt, dass das Wetter in unseren Gegenden wechselhaft ist und jeder noch so gut organisierten Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung machen kann.
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