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Feuerteufel, Menschentürme und Tänze.

22. Katalanisches Aplec-Festival

Zwei Tage lang lag das mediterrane Flair in den Strassen der Hauptstadt. Feuerteufel boten wilde Tänze dar, Menschtürme errichteten sich wie von Geisterhand, Trommelwirbel halten über die Plätze und farbenfrohe Tänze begeisterten Einheimische sowie Touristen.

Am vergangenen Wochenende lud die ADIFOLK (Association pour la Diffusion Internationale du Folklore) zum 22. Festival Aplec Internacional de la Sardana ein, welches jedes Jahr in einer anderen europäischen Großstadt ausgetragen wird. Mit der Unterstützung des Katalanischen Zentrums Luxemburg, der Generalitat de Catalunya, sowie der spanischen Botschaft und der Stadt Luxemburg konnte man auf eine Reise in eine ferne Kultur gehen und die katalanische Kultur in einem farbenprächtigen Spektakel auf der Place d’Armes und am Fuße der „Gëlle Fra“  erleben. Mit einem Umzug von der Rue Notre Dame durch die Grand Rue bis hin zur Place d’Armes begann das Festival am Samstag morgen.

Cobla und Sardana

Während zwei Tagen eroberten Riesen, Stocktänzer, Castellers (Menschentürme), Feuerteufel die Strassen und Plätze der Hauptstadt. Es wurden Tänze wie Cobla und Sardana dargeboten und die traditionelle Blasmusik trug zur guten Laune und Stimmung bei. Alle diese Zutaten sind seit Jahrhunderten in Katalonien auf jedem Fest präsent. Neben dem folkloristischen Kreistanz, der Sardana, bei der jeder mitmachen kann, gibt es in Katalonien auch die „balls parlats“, die wie ein getanztes Theaterstück aufgeführt werden und die „balls de bastons“. Zu den „balls parlats“ gehört zum Beispiel der bekannte „ball de diables“. Die „balls de bastons“ können je nach Region recht unterschiedlich ausfallen. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie in Gruppen von 8 – 20 Leuten und mit hölzernen Stöcken die bis zu 40 cm lang sein können getanzt werden.
Die „Balls de basto“ sind angeblich sogar die ältesten katalanischen Tänze. Schon am Hofe des Conde Berenguer IV wurden um   1150 diese Tänze -nachweislich- aufgeführt. Fest steht, dass sie heute in Katalonien wieder weit verbreitet sind und sich großer Beliebtheit erfreuen. Viele junge Leute sind in den traditionellen Tanzgruppen dabei und stellen in trachtenähnlicher Kleidung, mit farbigen Hüft- und Schultertüchern, tanzende Kämpfe dar. Typische Instrumente, die „die balls de bastons“ begleiten, erinnern an die Instrumente, die auch teilweise bei den „Cobles“ der Sardana zum Einsatz kommen, wie die chirimías (grallas),  das tabal (timbal), die flabiol oder auch Violine, Akkordeon und Cornamusa (eine Art Dudelsack).

Brücken schlagen

Mehr als 18 Gruppen und über 500 Künstler aus ganz Katalonien gestalteten ein farbenfrohes Programm, und es war nicht verwunderlich, dass das Festival viele Schaulustige und Touristen anlockte. An 2 Tagen wurden Brücken geschlagen für und von den im Ausland lebenden Katalanen. Dem Organisator zufolge wäre das Aplec Internacional de la Sardana nicht nur eine Vermarktung der Region Kataloniens, sondern bietet vor allem den in Luxemburg lebenden Katalanen die Möglichkeit den Einheimischen, die eigene Kultur vorzustellen und vor zu leben.
www.adifolk.catAlpec Internacional de la Sardana

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