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Von der Musik zum Grundwasser

2 August, 2009 2 Kommentare

Gemeinde- und Schöffen-Rat Lorentzweiler

Die provisorische Organisation der örtlichen Musikschule und die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie waren einige der Themen, mit denen sich die Gemeindeväter in Lorentzweiler sich beschäftigen mussten.

Am vergangenen Mittwoch tagte der Gemeinderat rund um Bürgermeister Jos Roller im neuen Sitzungssaal des Rathauses der Gemeinde Lorentzweiler. Fast wie im Fluge wurden die verschiedenen Punkte abgearbeitet. Angefangen mit den Posteingängen, wo der Finanzbericht des Syvicol einige Fragen aufwarf. So zum Beispiel warum das Budget für Druck-Arbeiten nur um ein Zehntel ausgelastet wurde, worauf Jos Roller unterstrich, dass Papier-Broschüren immer mehr dem Medium Internet weichen würden. Des Weiteren wurde von Carlo Pantaleoni in Frage gestellt, warum das Fortbildungs-Angebot beim Syvicol abgenommen hat. Danach verabschiedeten die Gemeindeväter von Lorentzweiler einstimmig die finanzielle Unterstützung zugunsten der Sécurité Routière welche unter dem Punkt „Subsidien“ offen stand, und begrüßte danach Herrn Jean-Marie Thein, den Direktor der lokalen Musikschule, welcher die provisorische Organisation seiner Schule vorstellte. In enger Zusammenarbeit mit der Union Grand-Duc Adolphe, garantiert die Gemeinde Lorentzweiler eine Musikschule, welche Kurse für jedes Alter und jedes Talent anbietet. Neben den 6 Klassen der Musik-Lehre, wird die ganze Palette der gängigsten Instrumente angeboten. Nach Jean-Marie Thein würden sich die meisten Interessenten für Klavier oder Gitarre einschreiben und es würde immer schwieriger werden, die Musikanten für die verschiedenen Blas-Instrumente zu begeistern. Er unterstrich aber auch, dass trotz der angebotenen „Schnupper-Kurse“ und des Tages der offenen Tür im vergangenen Jahr noch genügend Studien-Plätze in der Musik-Schule unbesetzt blieben. Bürgermeister Jos Roller dankte dem geladenen Gast für die Vorstellung der provisorischen Schulorganisation und betonte, dass eine größtmögliche Palette an Musik-Kurse im Angebot bestehen bleiben müsse, denn dies wäre der Garant für die Attraktivität der Musikschule. Schöffe Jim Weis gefiel, dass die Musikschule im vergangenen Jahr mehr Öffentlichkeitsarbeit geleistet hat, und dies sei die einzige Möglichkeit bei den Bürgern beachtet zu werden. Er bemängelte aber, dass der Staat sich für das kommende Schuljahr mit nur 40% beteiligen würde anstatt, wie Anfangs abgemacht, für 66% der Ausgaben und Löhne der Musikschule aufkommen würde. Hier müsse der Staat durch einen Bericht an das Kultur-Ministerium wieder an seine Pflichten erinnert werden.

Unabhängigkeit bei der Trinkwasser-Versorgung

Nach dieser musikalischen Einlage stand die Stellungnahme über die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie auf der Tagesordnung.
Der Entwurf des Maßnahmenprogramms, das den guten Zustand der Gewässer und des Grundwassers bis 2015 gewährleisten soll, ist im Entwurf eines Bewirtschaftungsplans enthalten. Der endgültige Bewirtschaftungsplan muss bis spätestens 22.12.2009 rechtkräftig sein und durchläuft momentan eine Phase der öffentlichen Befragung, während deren die Öffentlichkeit aufgerufen wird, den Entwurf zu begutachten, zu kommentieren und Bemerkungen an den Innen- und Landesplanungsminister oder ihre Gemeinde zu schicken. Die so erhaltenen Anmerkungen und Verbesserungen werden in die Redaktion des endgültigen Plans mit einfließen, um so der Meinung der Öffentlichkeit Rechnung zu tragen.
Die Gemeinden Lorentzweiler, Mersch, Walferdange, Steinsel, Lintgen, welche alle fünf die Convention Uelzechtdall bilden, haben Ihre Anmerkungen zusammen in einem Brief an den zuständigen Minister zu Papier gebracht. Hier unterstrich Bürgermeister Roller, dass die Gemeinde Lorentzweiler in der Vergangenheit eine der ersten „Grundwasserschutz-Zonen“ im Land angelegt habe. Alle Häuser des Gemeinde-Territoriums sind an das lokale Kanalisations-Netz angeschlossen und die Gemeinde Lorentzweiler fängt an Oberflächen-Wasser von Schmutzwasser zu trennen. Des Weiteren müssten in Zukunft die Instandhaltung und die Wartung der Gemeinde-Quellen befürwortet und vorangetrieben werden, um so unabhängiger im Bereich der Trinkwasserversorgung zu werden. Bei der Renaturierung des Alzette-Tales solle größte Aufmerksamkeit auf die Überschwemmungsgefahr der anliegenden Wohngebiete gelegt werden. Die endgültige Stellungnahme der Gemeinde wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vom Gemeinde- und Schöffen-Rat abgesegnet werden.
Unter dem Punkt „Gemeinde-Finanzen“ wurde der Ankauf eines Grundstücks einstimmig angenommen, um so den Ausbau der Strasse CR124 zwischen Asselscheuer und Eisenborn gewährleisten zu können. Danach wurde über die provisorische Unterbringung des technischen Diensten der Gemeinde in Fertig-Garagen in der Nähe der Sporthalle abgestimmt und die Renovierung des Lorentzweiler Schulkomplexes in Höhe von 1,2 Millionen Euro verabschiedet. Gemeinderat Carlo Pantaleoni bemängelte indes, dass man trotz Klimabündnisses, bei diesem Kostenvoranschlag ganz auf den Einsatz erneuerbarer Energien verzichtet habe.

Neues Verkehrs-Reglement auf „Bouffer-Knupp“

Danach wurde das Verkehrs-Reglement der Gemeinde einstimmig umgeändert, weil man auf der „Boufferknupp“, in der Luxemburger Strasse in Bofferdange, neben einer neuen Ampelanlage, neue Parkmöglichkeiten für die Anrainer, sowie eine Bushaltestelle und einen Fussgängerweg angelegt hat.
Nachdem der Lorentzweiler Gemeinderat eine Schul-Dispens für ein serbisches Kind einstimmig genehmigt hatte, wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit, über die Einstellung von Christian Arend, als neuer Gemeinde-Beamter entschieden.

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